Eine der wichtigsten Fragen bei der Hochzeitsplanung lautet:
Wie viele Stunden sollten wir unseren Hochzeitsfotografen buchen?
Reichen zwei oder vier Stunden? Brauchen wir sechs Stunden? Oder lohnt sich eine komplette Hochzeitsreportage vom Getting Ready bis zur Party?
Die Antwort hängt weniger von der Größe eurer Hochzeit ab als davon, welche Teile eures Hochzeitstages ihr später in euren Bildern wiederfinden möchtet.
Ich bin Sergej Lynnyk, Hochzeitsfotograf in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Aus meiner Erfahrung gibt es nicht für jedes Brautpaar dieselbe ideale Dauer.
Deshalb zeige ich euch hier, was mit einer Begleitung von 2, 4, 6, 8 oder 10 Stunden ungefähr möglich ist.

2 Stunden Hochzeitsfotograf – reicht das?
Ja – für eine kleine standesamtliche Hochzeit können zwei Stunden vollkommen ausreichend sein.
Zum Beispiel:
- Ankunft am Standesamt
- Trauung
- Ringtausch und Ja-Wort
- Gratulationen
- einige Gruppenfotos
- kurzes Brautpaarshooting
Wenn ihr keine große Hochzeitsreportage möchtet, sondern vor allem die Trauung und einige schöne Bilder danach festhalten wollt, kann eine kurze Begleitung sehr gut funktionieren.
Gerade bei einer kleinen Hochzeit würde ich die vorhandene Zeit aber gut planen.
Wenn nach der Trauung beispielsweise noch 30 Minuten für Gratulationen und Gruppenbilder benötigt werden, bleibt entsprechend weniger Zeit für das Paarshooting.
Für wen sind 3 bis 4 Stunden ideal?
Mit drei oder vier Stunden bekommen wir bereits deutlich mehr von eurem Hochzeitstag erzählt.
Zum Beispiel:
Trauung → Gratulationen → Sektempfang → Gruppenfotos → Paarshooting
Das ist für viele standesamtliche Hochzeiten eine sehr schöne Lösung.
Wir müssen dann nicht jede Minute exakt durchplanen und haben mehr Raum für spontane Situationen.
Gerade beim Sektempfang entstehen häufig Bilder, die man vorher gar nicht planen kann:
Umarmungen.
Lachen.
Freunde, die sich wiedersehen.
Eltern, die plötzlich emotional werden.
Kinder, die irgendwo durch die Hochzeitsgesellschaft laufen.
Genau solche Bilder machen aus einzelnen Hochzeitsfotos langsam eine kleine Reportage.
Wenn ihr sehen möchtet, was ich unter einer Hochzeitsreportage verstehe, findet ihr hier Beispiele:

Was bekommt man bei 6 Stunden Hochzeitsfotografie?
Sechs Stunden sind für viele Hochzeiten ein sehr interessanter Mittelweg.
Damit kann ich beispielsweise beginnen bei:
Trauung → Gratulationen → Sektempfang → Paarshooting → Gruppenfotos → Beginn der Feier
Oder etwas früher:
Getting Ready → First Look → Trauung → Gratulationen → Paarshooting
Welche Variante besser passt, hängt von eurem Tagesablauf ab.
Hier beginnt für mich bereits eine richtige Hochzeitsgeschichte.
Es entstehen nicht mehr nur Bilder von einzelnen Programmpunkten.
Man sieht zunehmend, wie sich der Tag entwickelt hat.
Reichen 6 Stunden für eine komplette Hochzeit?
Für den kompletten Tag meistens nicht.
Wenn eure Hochzeit beispielsweise morgens mit dem Getting Ready beginnt und die Party erst abends richtig losgeht, liegen dazwischen schnell viele Stunden.
Deshalb solltet ihr euch vor der Buchung eine Frage stellen:
Welche Momente möchten wir in 20 Jahren unbedingt noch sehen?
Ist euch das Getting Ready wichtig?
Die Trauung?
Der Empfang?
Das Paarshooting?
Die Reden beim Dinner?
Der erste Tanz?
Die Party?
Je mehr dieser Abschnitte ihr dokumentiert haben möchtet, desto länger sollte die Begleitung sein.
8 Stunden Hochzeitsfotograf – für wen lohnt sich das?
Mit etwa acht Stunden kann bereits ein großer Teil des Hochzeitstages erzählt werden.
Ein möglicher Ablauf wäre:
Getting Ready
↓
First Look
↓
Trauung
↓
Gratulationen und Sektempfang
↓
Gruppenbilder
↓
Brautpaarshooting
↓
Dinner und erste Reden
Je nach Tagesplanung können wir natürlich auch später beginnen und dafür länger am Abend bleiben.
Genau deshalb bespreche ich den Ablauf vor einer größeren Hochzeit mit dem Brautpaar.
Die Anzahl der Stunden allein ist nämlich nicht entscheidend.
Entscheidend ist, wo wir diese Stunden einsetzen.

Wann braucht man 10 Stunden oder mehr?
Wenn ihr euch eine echte Ganztagesreportage wünscht, sind zehn Stunden oder mehr häufig sinnvoll.
Dann kann die Geschichte beispielsweise beim Getting Ready beginnen und bis zum Abend oder zur Party reichen.
Gerade die Kombination aus unterschiedlichen Teilen des Tages macht solche Reportagen besonders interessant:
ruhige Momente beim Getting Ready,
die Aufregung vor der Trauung,
das Ja-Wort,
die Reaktionen eurer Familien,
die Gratulationen,
das Paarshooting,
Reden,
Dinner,
Tanz und Party.
Am Ende habt ihr nicht einfach nur eine Sammlung schöner Portraits.
Ihr habt eine Geschichte über euren Hochzeitstag.
Braucht man unbedingt Getting-Ready-Fotos?
Nein.
Nicht jedes Brautpaar möchte Getting-Ready-Bilder.
Wenn euch dieser Teil des Tages nicht wichtig ist, können wir später beginnen und die vorhandene Zeit stattdessen stärker für die Feier nutzen.
Ich persönlich finde Getting-Ready-Fotos besonders interessant, wenn dort wirklich etwas passiert.
Zum Beispiel wenn:
- Trauzeugen dabei sind
- Eltern helfen
- Schmuck oder besondere Details vorhanden sind
- Briefe oder Geschenke ausgetauscht werden
- emotionale Situationen entstehen
Wenn die Vorbereitung dagegen sehr schlicht ist und ihr lieber mehr Bilder von euren Gästen möchtet, kann ein späterer Start sinnvoller sein.
Wie viel Zeit sollte man für Brautpaarfotos einplanen?
Hier gilt für mich:
Qualität ist wichtiger als eine möglichst lange Fotosession.
Ein Paarshooting muss nicht mehrere Stunden dauern.
Wenn Location, Licht und Ablauf stimmen, können auch in relativ kurzer Zeit sehr unterschiedliche Bilder entstehen.
Ich empfehle allerdings, nicht nur fünf Minuten zwischen zwei Programmpunkten einzuplanen.
Wenn das Brautpaar bereits beim Shooting ständig auf die Uhr schaut, entsteht unnötiger Stress.
Noch besser finde ich bei längeren Reportagen manchmal, das Paarshooting aufzuteilen.
Zum Beispiel:
ein kleiner Teil am Nachmittag
und später noch einmal einige Minuten bei schönem Abendlicht.
So bleiben Braut und Bräutigam nicht lange von ihren Gästen weg und wir bekommen trotzdem unterschiedliche Lichtstimmungen.

Wie viel Zeit brauchen Gruppenfotos?
Das hängt stark von der Anzahl der gewünschten Kombinationen ab.
Ein Foto mit allen Gästen ist etwas anderes als:
Brautpaar + Eltern,
Brautpaar + Geschwister,
Brautpaar + Trauzeugen,
Freunde,
Kollegen,
Großeltern,
einzelne Familien usw.
Mein Tipp:
Überlegt euch die wichtigsten Gruppen vorher.
Bei größeren Hochzeiten hilft es außerdem sehr, wenn ein Trauzeuge oder Familienmitglied die Personen kennt und schnell zusammenrufen kann.
Der Fotograf kann schließlich nicht wissen, wer Tante Anna oder Cousin Max ist.
So verlieren wir weniger Zeit mit Organisation und mehr Zeit bleibt für echte Bilder.
Sollte der Fotograf beim Dinner bleiben?
Das hängt davon ab, was während des Dinners geplant ist.
Wenn einfach nur gegessen wird, brauchen wir natürlich nicht 300 Fotos von Tellern.
Aber während des Abendessens passieren häufig andere Dinge:
- Reden
- Überraschungen
- Spiele
- emotionale Reaktionen
- Geschenke
- spontane Momente zwischen den Gästen
Gerade diese Situationen können später ein wichtiger Teil eurer Hochzeitsgeschichte sein.
Muss der Hochzeitsfotograf die ganze Party fotografieren?
Normalerweise nicht.
Für eine Hochzeitsreportage reicht es meistens, wenn der Fotograf den Beginn der Party dokumentiert.
Der erste Tanz.
Die ersten Gäste auf der Tanzfläche.
Einige emotionale oder lustige Situationen.
Die Stimmung des Raumes.
Danach verändern sich die Bilder oft weniger stark.
Wenn allerdings zu einem späteren Zeitpunkt noch ein besonderer Programmpunkt geplant ist, sollte man das bei der Buchungsdauer berücksichtigen.
2, 4, 6, 8 oder 10 Stunden – was würde ich empfehlen?
Als grobe Orientierung:
| Dauer | Gut geeignet für |
|---|---|
| 2 Stunden | kleine standesamtliche Hochzeit |
| 3–4 Stunden | Trauung + Empfang + Paar- und Gruppenfotos |
| 6 Stunden | größere Teilreportage |
| 8 Stunden | großer Teil des Hochzeitstages |
| 10+ Stunden | Ganztagesreportage bis in den Abend |
Aber diese Tabelle ist nur eine Orientierung.
Zwei Hochzeiten mit jeweils acht Stunden können völlig unterschiedlich aussehen.
Deshalb würde ich nie einfach sagen:
„Ihr braucht acht Stunden.“
Ich würde zuerst euren Ablauf anschauen.
Mein Tipp als Hochzeitsfotograf
Bucht nicht einfach möglichst viele Stunden.
Aber versucht auch nicht, euren gesamten Hochzeitstag in eine viel zu kurze Begleitung zu pressen.
Überlegt stattdessen:
Welche Geschichte sollen unsere Hochzeitsfotos später erzählen?
Wenn euch hauptsächlich Trauung und Paarbilder wichtig sind, braucht ihr vielleicht keine Ganztagesreportage.
Wenn ihr dagegen auch die Reaktionen eurer Eltern, eure Freunde, Reden, Details und die Stimmung der Feier festhalten möchtet, lohnt sich eine längere Begleitung.
Auf meiner Seite über Hochzeitsreportagen könnt ihr euch einen besseren Eindruck davon machen, wie eine vollständige fotografische Begleitung aussehen kann. Auf der aktuellen Preisseite werden die Angebote individuell nach Ablauf und gewünschten Leistungen zusammengestellt.(Sergej Lynnyk Fotografie)
Was kostet eine längere Hochzeitsreportage?
Natürlich spielt bei der Entscheidung auch das Budget eine Rolle.
Der Preis hängt unter anderem davon ab, wie lange ich eure Hochzeit begleite und welchen Umfang ihr euch wünscht.
Die aktuellen Informationen dazu findet ihr hier:
→ Preise für Hochzeitsfotografie ansehen
Auf der aktuellen Preisseite werden die Angebote individuell nach Ablauf und gewünschten Leistungen zusammengestellt. (Sergej Lynnyk Fotografie)
Hochzeitsfotograf in Frankfurt und Rhein-Main
Ich begleite Hochzeiten in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet und fotografiere sowohl kleine standesamtliche Trauungen als auch größere Hochzeitsreportagen.
Wenn ihr noch nicht wisst, wie viele Stunden für eure Hochzeit sinnvoll sind, schickt mir einfach euren geplanten Tagesablauf.
Dann können wir gemeinsam schauen, welche Begleitung wirklich zu euch passt.
→ Weitere Tipps und echte Hochzeiten im Blog
Sergej Lynnyk
Über den Autor
Sergej Lynnyk ist Hochzeitsfotograf in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Sein Schwerpunkt liegt auf natürlichen Hochzeitsreportagen, emotionalen Momenten und einer Mischung aus unauffälliger Reportagefotografie und angeleiteten Paarportraits.
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