Vor einer Hochzeit gibt es unzählige Dinge zu organisieren.
Location, Kleid, Gäste, Dekoration, Musik, Zeitplan.
Und trotzdem gibt es zwei Fragen, die mir Brautpaare immer wieder stellen:
Was passiert, wenn es an unserem Hochzeitstag regnet?
Und:
Was passiert, wenn der Hochzeitsfotograf plötzlich krank wird?
Ich bin Sergej Lynnyk, Hochzeitsfotograf in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Seit 2007 begleite ich Hochzeiten und habe inzwischen mehr als 380 Hochzeiten fotografiert.
Dabei habe ich vor allem eines gelernt:
Nicht alles lässt sich planen.
Aber für fast alles lässt sich eine gute Lösung finden.
1. Was passiert, wenn es am Hochzeitstag regnet?
Das Wetter gehört zu den wenigen Dingen bei einer Hochzeit, auf die weder Brautpaar noch Fotograf Einfluss haben.
Natürlich wünschen sich die meisten Paare Sonne.
Und wenn zehn Tage vor der Hochzeit plötzlich Regen in der Wetter-App erscheint, beginnt häufig das tägliche Aktualisieren der Vorhersage.
Aber meine Empfehlung lautet:
Lasst euch davon nicht schon Tage vorher die Vorfreude nehmen.
Ein Hochzeitstag besteht aus vielen Stunden – und die Paarfotos benötigen davon meistens nur einen relativ kleinen Teil.
Wir müssen deshalb nicht zwingend genau zu der Minute fotografieren, die Monate vorher im Zeitplan eingetragen wurde.
Eine echte Geschichte von einer Hochzeit im Regen
Ich erinnere mich an eine Hochzeit, bei der eine Braut mich beinahe überreden wollte, das Paarshooting wegen des Wetters zu verschieben.
Es regnete.
Die Wolken sahen nicht besonders vielversprechend aus.
Trotzdem sind wir zum geplanten Shooting gefahren.
Und genau im richtigen Moment hörte der Regen auf.
Wir konnten unsere Fotos machen.
Später begann es wieder stark zu regnen – aber zu diesem Zeitpunkt waren die Paarbilder bereits im Kasten.
Genau solche Situationen habe ich bei Hochzeiten immer wieder erlebt.
Deshalb entscheide ich nicht morgens anhand einer Wetter-App, ob wir schöne Hochzeitsfotos bekommen werden.
Wir schauen uns die Situation am Hochzeitstag selbst an und reagieren flexibel.

Können bei Regen überhaupt schöne Hochzeitsfotos entstehen?
Ja.
Regen bedeutet nicht automatisch schlechte Hochzeitsfotos.
Manchmal kann die Atmosphäre dadurch sogar besonders interessant werden.
Bewölkter Himmel erzeugt häufig ein viel weicheres Licht als harte Mittagssonne.
Auch nasse Straßen, Spiegelungen oder dunklere Wolken können Bildern eine besondere Stimmung geben.
Und natürlich können wir einen schönen Schirm in die Fotos integrieren.
Mir ist dabei wichtig, dass ein Schirm nicht wie eine Notlösung aussieht.
Wenn er stilistisch zum Brautpaar passt, kann er ein ganz natürlicher Bestandteil der Bilder werden.

Müssen wir Paarfotos unbedingt draußen machen?
Nein.
Ein erfahrener Hochzeitsfotograf sollte nicht ausschließlich einen Plan haben.
Ich denke bei einer Hochzeit normalerweise in verschiedenen Möglichkeiten:
Plan A: draußen bei gutem Wetter.
Plan B: einen regenfreien Moment nutzen.
Plan C: eine überdachte Location.
Plan D: Innenräume.
Je nach Hochzeitslocation können beispielsweise große Fenster, eine Hotellobby, ein Wintergarten, eine elegante Treppe, Arkaden oder andere architektonische Bereiche hervorragend funktionieren.
Deshalb schaue ich mir bei Hochzeiten nicht nur an, wo wir bei Sonne fotografieren können, sondern auch, welche Alternativen vorhanden sind.
Was ist, wenn es genau während der Trauung regnet?
Bei einer Indoor-Trauung spielt das für die eigentliche Zeremonie natürlich kaum eine Rolle.
Interessanter wird es beim Auszug und beim Sektempfang.
Auch dort können wir flexibel reagieren.
Vielleicht wartet man zehn Minuten.
Vielleicht findet der Empfang überdacht statt.
Vielleicht fotografieren wir Familienbilder zunächst innen und gehen später nach draußen.
Der Ablauf muss wegen einiger Regentropfen nicht zusammenbrechen.
Was ist mit Gruppenfotos bei Regen?
Gerade bei großen Gruppen würde ich niemanden unnötig in starken Regen stellen.
Hier können wir entweder einen kurzen trockenen Moment abwarten oder eine geeignete überdachte beziehungsweise Indoor-Location wählen.
Wenn ihr bestimmte Familienbilder unbedingt haben möchtet, empfehle ich ohnehin, die wichtigsten Kombinationen vorher festzulegen.
Dann können wir diese Bilder effizient fotografieren, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet.

Und wenn es wirklich den ganzen Tag regnet?
Dann fotografieren wir eure Hochzeit trotzdem.
Denn eine Hochzeitsreportage besteht nicht nur aus Brautpaarportraits im Park.
Sie besteht aus:
dem Getting Ready,
der Reaktion eures Partners,
der Trauung,
euren Eltern,
euren Freunden,
Umarmungen,
Gratulationen,
Reden,
Lachen,
Abendessen,
Tanz,
Party
und all den kleinen Momenten dazwischen.
Diese Geschichte verschwindet nicht, nur weil es draußen regnet.
Genau deshalb ist mir bei meiner Arbeit eine komplette Hochzeitsreportage wichtiger als nur ein einzelnes perfektes Paarfoto.
Mein Tipp: Plant etwas Flexibilität in den Hochzeitstag ein
Problematisch wird Regen vor allem dann, wenn der Tagesablauf so eng geplant ist, dass jede Verschiebung um zehn Minuten Stress verursacht.
Deshalb empfehle ich Paaren, zwischen wichtigen Programmpunkten etwas Luft zu lassen.
Das hilft übrigens nicht nur bei Regen.
Eine Trauung dauert länger.
Gäste kommen verspätet.
Der Shuttle steckt im Verkehr.
Das Essen verschiebt sich.
Auf Hochzeiten passiert immer etwas.
Ein guter Zeitplan sollte deshalb nicht nur auf dem Papier funktionieren.
Wenn ihr euch fragt, wie lange eine fotografische Begleitung sinnvoll ist, findet ihr hier meinen Ratgeber:
→ Wie lange braucht man einen Hochzeitsfotografen?
Bitte verbringt eure Hochzeit nicht in der Wetter-App
Das ist vielleicht mein wichtigster Rat zum Thema Regen.
In der Woche vor der Hochzeit könnt ihr das Wetter ohnehin nicht mehr ändern.
Wenn ihr alle zwei Stunden die Vorhersage kontrolliert, verändert ihr meistens nur eines:
eure Stimmung.
Bereitet lieber einen vernünftigen Plan B vor.
Und danach genießt euren Hochzeitstag.
Ich kümmere mich darum, mit den Bedingungen zu arbeiten, die wir an diesem Tag haben.
2. Was passiert, wenn der Hochzeitsfotograf krank wird?
Das ist die zweite Sorge, die absolut nachvollziehbar ist.
Eine Hochzeit lässt sich schließlich nicht wiederholen.
Wenn ein Fotograf an diesem Tag ausfällt, kann man nicht einfach sagen:
„Dann machen wir die Trauung nächste Woche noch einmal.“
Deshalb gehört für mich zu professioneller Hochzeitsfotografie nicht nur die Frage:
Was passiert, wenn alles perfekt läuft?
Sondern auch:
Was ist unser Plan, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?

Ein professionelles Netzwerk ist wichtig
Kein Mensch kann garantieren, niemals krank zu werden.
Was ein Fotograf aber beeinflussen kann, ist seine Vorbereitung auf eine solche Situation.
Über viele Jahre in der Hochzeitsbranche entsteht ein Netzwerk aus professionellen Fotografen.
Sollte tatsächlich einmal ein ernsthafter Ausfall eintreten, kann dieses Netzwerk entscheidend sein, um möglichst schnell eine professionelle Lösung zu finden.
Für mich gehört das zu der Verantwortung, die man übernimmt, wenn man eine Hochzeit fotografiert.
Erfahrung bedeutet auch, auf Probleme vorbereitet zu sein
Nach mehr als 380 begleiteten Hochzeiten weiß ich, dass Hochzeiten nicht immer exakt nach Plan verlaufen.
Zeitpläne ändern sich.
Das Wetter ändert sich.
Lichtbedingungen sind anders als erwartet.
Menschen kommen später.
Technik kann Probleme machen.
Deshalb arbeite ich mit professioneller Ausrüstung und Backup-Lösungen und versuche grundsätzlich, nicht nur für den Idealfall vorbereitet zu sein.
Mehr über meine Erfahrung und meine Arbeitsweise findet ihr hier:
→ Über mich – Sergej Lynnyk, Hochzeitsfotograf Frankfurt
Was solltet ihr euren Hochzeitsfotografen vor der Buchung fragen?
Ihr dürft ruhig nachfragen:
Was passiert bei Krankheit?
Gibt es Ersatztechnik?
Wie werden die Fotos gesichert?
Hat der Fotograf Erfahrung mit schwierigen Wetter- und Lichtsituationen?
Wie viele komplette Hochzeiten hat er bereits begleitet?
Gerade bei einer Hochzeit finde ich solche Fragen vollkommen legitim.
Ein schönes Instagram-Portfolio ist wichtig.
Aber mindestens genauso wichtig ist die Frage, ob ein Fotograf einen kompletten Hochzeitstag zuverlässig begleiten kann.
Zwei Sorgen – aber kein Grund für Panik
Regen und Krankheit haben etwas gemeinsam:
Beides lässt sich nicht vollständig kontrollieren.
Was man aber kontrollieren kann, ist die Vorbereitung.
Für Regen braucht man Flexibilität, alternative Locations und einen Fotografen, der unterschiedliche Lichtbedingungen beherrscht.
Für einen möglichen Ausfall braucht es Erfahrung, professionelle Strukturen und ein gutes Netzwerk.
Und dann gilt:
Ihr sollt heiraten, feiern und euren Tag genießen.
Ihr müsst nicht den ganzen Hochzeitstag darüber nachdenken, ob der Himmel gleich dunkler wird oder ob jedes Foto bereits im Kasten ist.
Dafür habt ihr einen Fotografen.

Hochzeitsfotograf Frankfurt & Rhein-Main
Ich begleite Hochzeiten in Frankfurt, Königstein und im gesamten Rhein-Main-Gebiet – von kleinen standesamtlichen Trauungen bis zu Ganztagesreportagen.
Wenn ihr euch einen Eindruck von meiner Arbeit machen möchtet:
→ Was kostet ein Hochzeitsfotograf in Frankfurt?
Über den Autor
Sergej Lynnyk ist seit 2007 professioneller Fotograf und hat mehr als 380 Hochzeiten begleitet. Sein Schwerpunkt liegt auf natürlichen Hochzeitsreportagen, echten Emotionen und ästhetischen Brautpaarfotos in Frankfurt, im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus.
